aufzaehlungWorauf Sie beim Kauf eines Welpen unbedingt achten sollten!

 

  • Immer beim Züchter kaufen
  • Nie auf Märkten und Parkplätzen kaufen
  • Nie aus Mitleid kaufen
  • Mehrere Züchter aufsuchen
  • Lebensraum der Welpen ansehen
  • Auf Sauberkeit achten
  • Alle Welpen mit der Mutterhündin ansehen
  • Nie kaufen wenn keine Mutterhündin da ist
  • Nie kaufen, wenn Mutterhündin zu den Welpen aggressiv ist
  • Ahnentafel der Mutter auf Zuchttauglichkeit prüfen
  • Angaben über den Vater der Welpen machen lassen
  • Nur lebhafte, keine menschenscheue Welpen kaufen
  • Wenn möglich, Welpen in der Entwicklung bis 8. Woche beobachten
  • Impfpass der Welpen verlangen  „richtig ausgefüllt“
  • Mindestalter der Welpen beachten, nie vor der vollendeten 8. Lebenswoche mitnehmen
  • Kaufverträge immer in doppelter Ausführung ausstellen lassen
  • Nebenabreden schriftlich festhalten
  • Ernährungsplan verlangen
  • Verbindung zum Züchter aufrechterhalten
  • Beim Kauf wenn möglich einen Kenner der Rasse hinzuziehen

Nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl Ihres Welpen. Schließlich soll er ja als Familienmitglied für einen Zeitraum von bis zu 16 Jahren zu Ihnen gehören. Hier gilt es, nichts zu überstürzen.
Grundsätzliche Fragen:
Sieht der Welpe sauber und gepflegt aus?

Generell gilt, kaufen Sie keinen kränklich wirkenden Welpen, da die Behandlungskosten beim Tierarzt sehr teuer werden können. Der Welpe sollte gesund aussehen und keine Spuren von Durchfall an den Hinterbeinen, oder Ausfluss an Nase oder Augen haben.
Wie ist der Körperbau des Welpen?

Sollten Ihnen Fehler im Körperbau des Welpen auffallen, dann können Sie davon ausgehen, dass diese Fehler auch im Erwachsenenalter noch vorhanden sind.
Wurde der Welpe geimpft und entwurmt?

Fragen Sie den Züchter, welche Impfungen und Wurmkuren noch vorgenommen werden müssen und lassen Sie sich die tierärztlichen Dokumente (z.B. den Impfausweis) geben.
Wie alt sollte der Welpe sein?

Das Verkaufsalter für einen Welpen sollte zwischen 8 Wochen und 12 Wochen liegen. Wobei 12 Wochen ideal sind. Insbesondere wenn der Welpe in einer Umgebung gehalten wurde, in der er gut sozialisiert wurde. So vermeiden Sie, dass der Trennungsschmerz zu groß wird. Außerdem ist er dann im besten Alter um sich emotional an seinen Menschen zu binden.

Unter 8 Wochen ist der Welpe noch zu jung um ihn mitzunehmen.
Sind die Zuchtpapiere hundertprozentig in Ordnung?

Wenn es sich um einen Rassehund handelt, müssen Zuchtunterlagen vorliegen und diese müssen ordentlich sein. Der Züchter sollte Ihnen einen gestempelten Stammbaum und auch alle weiteren Zuchtpapiere aushändigen. Manchmal gibt es bei der Eintragung ins Zuchtbuch Verzögerungen, dann werden Ihnen diese zu einem späteren Zeitpunkt zugeschickt.
Charaktereigenschaften
Mädchen oder Junge?

Man sagt, Hündinnen seien etwas einfacher im Umgang und Rüden oft etwas ruppiger. Die Erziehung eines Rüden soll ein wenig aufwendiger sein, als die einer Hündin und mehr Konsequenz erfordern. Es streiten sich aber die Geister darüber, ob diese Aussagen zutreffen. Ich glaube, dass sich beide Geschlechter gleichermaßen gut in eine Familie integrieren können.
Macht der Welpe einen selbstbewussten Eindruck?

Ein Welpe sollte nicht fremdeln oder Angst haben, sondern selbstbewusst sein. Das Verhalten der Mutter bietet Hinweise auf die Charaktereigenschaften des Welpen im Erwachsenenalter.

Sie sollten sich deswegen auch immer die Mutterhündin anschauen und beobachten, wie sie sich dem Welpen gegenüber verhält. Seien Sie skeptisch, wenn die Hündin ängstlich, nervös oder angriffslustig ist. Außerdem sollte der Welpe sich über das Erscheinen des Züchters freuen.
Kommt ein Welpe aus dem Wurf vielleicht sogar auf Sie zugelaufen?

Diesen kleinen Hund sollten Sie sich auf jeden Fall näher anschauen.
Welpentest

Ein Welpentest kann genauere Informationen über den Charakter des Welpen geben. Führen Sie den nachfolgenden Welpentest durch, aber achten Sie darauf, dem Hund nicht weh zu tun. Ein Hund der Schmerzen verspürt, reagiert verständlicherweise nicht positiv auf die Berührung.

Testen Sie den Welpen, wenn keine anderen Artgenossen anwesend sind.
Wie reagiert der Welpe darauf, wenn man ihn auf den Rücken legt und seinen Bauch berührt?

Rollen Sie den Welpen auf seinen Rücken und reiben Sie sein Bäuchlein. Beißt er oder lässt er Sie gewähren?
Erlaubt der Welpe, dass man seine Pfötchen berührt ohne zu knurren oder gereizt zu reagieren?

Drücken Sie sanft seine Pfötchen. Setzen Sie das Hündchen auf den Boden und halten Sie seine Vorderpfoten fest, danach seine hinteren Pfoten. Halten Sie ihn für knapp eine Minute, aber tun Sie ihm nicht weh.
Erlaubt der Welpe, dass Sie seine Ohren berühren und leicht daran ziehen?

Spielen Sie mit seinen Ohren und ziehen Sie ganz sanft daran.
Erlaubt der Welpe, dass man ihn an seinem Schwanz zieht?

Halten Sie den Schwanz des Welpen fest und ziehen Sie ganz sanft daran.
Wie ist das Verhalten des Welpen innerhalb des Wurfs?

Ist er stolz und aufgerichtet oder hält er seinen Kopf niedrig, als wenn er ein wenig traurig wäre?

Hunde mit einem höheren Dominanzlevel nähern sich ihren Geschwistern aufgerichtet und stolz, mit gespitzten Ohren. Das sieht sehr liebenswert aus, aber man sollte bedenken, dass ein dominierender Hund schwerer zu handhaben ist. Ein unterwürfiger Hund hält seinen Kopf gesenkt und wird generell versuchen, sich kleiner zu machen.

Unterwürfige Hunde kann man leichter lenken und wenn Sie nicht so erfahren im Umgang mit Hunden sind und noch nicht wissen, wie man der Rudelführer wird, sollten Sie sich eher für einen unterwürfigen Hund entscheiden.

Dieser kleine Welpentest kann Ihnen schon einige Anhaltspunkte über den Charakter des Welpen geben.

Schließlich haben Sie den kleinen Hund während des Tests festgehalten und auch noch an ihm herumgezogen. Ein Hund mit einem guten Charakter lässt sich das gefallen. Vielleicht ist er dabei manchmal ein wenig widerstrebend gewesen, aber sollte er versucht haben Sie zu beißen, dann ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Hund eher einen dominanten Charakter hat.

Besprechen Sie nach dem Test Ihre Erkenntnisse mit dem Züchter. Ein verantwortungsbewusster Züchter wird Sie auf jeden Fall weitergehend beraten.

Quelle: Hundeerziehung Erfolgreich!